27.02.2017
Kategorie: Spiele

"What a Game!!!"; Alfred Hitchcock schrieb das Drehbuch für diesen Samstag


Nun es fällt mir wahrlich nicht einfach dieses Samstagspiel in Worte zu fassen, glaubt  mir. In 12 Jahren Eishockey habe ich selbst noch selten ein Spiel wie dieses erlebt....

 

Nun uns bot sich in Burgdorf, zu Gast bei den Capital Grizzlys, das Spiel der "letzten Chance". Nicht weniger als ein Sieg war von Nöten, damit sich die Ice Tigers noch auf den zweiten Platz und somit zu einem Relegationsspiel mit der oberen Liga kämpfen konnten. Dazu musste allerdings die Abwärtsspirale der gesamten Rückrunde durchbrochen werden.

Aber auch der heutige Gastgeber war natürlich voller Tatendrank und bis in die Haarspitzen motiviert. Denn die genau gleiche Chance bot sich auch dem Gatgeber. Es sollte ein epischer Fight daraus werden!

 

Die Ice Tigers starteten gewillt ins Spiel jede Linie versuchte ihr bestes Eishockey auf das Eis zu zaubern. Die ersten Torchancen waren jedoch den Grizzlyz vorbehalten. Und dies waren auch gleich allesamt hockkarätige Abschlüssen. Doch die Ice Tigers machen die Schotten dicht. Schnell war heute aber klar. Dies wird ein Kampf auf Messers schneide.

Immer wieder rang der Puck um Luft und suchte verzweifelt Erholung vom stetigen hin und her.  Ja es war hier wirklich viel Energie im Spiel und ein wahres „auf und ab“. Ein solches „auf“ führte schließlich zum Führungstreffer für die Grasswiler. Die Capital`s konnten dadurch doch ein wenig aus der Ruhe gebracht werden. Doch das Drittel sollte nicht mehr lange dauern. Den Icetigers wollte kein Treffer mehr gelingen. Somit konnte besagter Vorsprung mit in die Pause genommen werden.

 

Natürlich wollten wir im Mitteldrittel den Vorsprung verteidigen. Doch dies sollte nicht wie gewünscht gelingen. Ein Rush eines der schnellen Capital-Angreifer, gleich zu beginn mit einem trockenen Abschluss aus wenigen Metern führte sogleich zum Ausgleich. Und nur wenige Minuten später sollte sogar der Führungstreffer fallen. Die Capitals hatten dieses Mitteldrittel hauptsächlich für sich. Die Ice Tigers konnte vorerst nicht an die Leistung des ersten Abschnittes anschliessen. Immer wieder konnten uns die Gastgeber mit ihren schnellen Gegenangriffen überrumpeln und gefährlich vor das Tor vordringen. So waren wir schliesslich froh um ein wenig Verschnaufpause in der zweiten Pause.

Es fehlten uns also mindestens zwei Tore. Das hiess; „E Gang nache schalte...“

 

Und dies gelang. Jeder kramte nochmals seine letzten Energiereserven hervor. Die Ice Tigers konnte verdient ausgleichen. Und wir blieben hartnäckig. Reinhart Tinu gelang mit einem gekonnten Flügelangriff sogar der herrliche Führungstreffer. Doch zum entsetzen der Tiger wurde der Treffer wegen Torhüterbehinderung aberkannt. Die Scheibe war vor der besagten Kollision im Tor und bereits wieder auf dem Weg nach draussen... Aber das ist eben Eishockey,  und der Schiedsrichter musste eine Entscheidung fällen.  Es hieß Zähne zusammen beissen und nochmals ab nach Vorne.

 

Die Grasswiler bleiben nun am Drücker. Und siehe da die Treffer 3 und 4 folgten. Mit einem zwei Tore Vorsprung konnten wir die letzten 7 Minuten in Angriff nehmen. Das dies aber nicht einfach werden sollte, war jedem klar. Die Capitals warfen nun natürlich auch alles in die Waagschale. Sie erzeugten nochmals gehörig Druck. Die Gäste versuchten das Geschehen möglichst weit vom eigenen Tor weg zu halten.  Vielleicht sogar etwas zu vehement, den plötzlich waren fast alle schwarzen Tiger Trikots im Angriffsmodus! Ein Scheibenverlust und ein Konter später stand es nur noch 3 zu 4. Die Uhr zeigte noch etwas mehr als 3 Minuten (Glaube ich...). Das Momentum war wieder auf Seiten der Gastgeber.

Und dieser versuchte nun den Gast im Drittel einzuschnüren.  Die Sekunden zerrannen. Die Bären der Capitals rannten an, die Tiger aus Grasswil rannten dagegen. 30 Sekunden vor Schluss kam der Querpass der Capitals vor das Tor wo der Angreifer aus selbigem Team auf die Hartgummischeibe wartete... Dieser legte den Fuss bereit und schob damit den Puck über die Linie. Wer nun denkt der Treffer würde aberkannt irrte sich. Ich war einer davon. Der Schiedsrichter gab an „Keine Kickbewegung“.  Was für ein Schlag für den Gast. Es blieben 30 Sekunden auf der Anzeige stehen.

30 Sekunden für einen Treffer, das war wenig Zeit. Es schien, als ob nun sämtliche Felle für uns davon geschwommen seien...

 

Nach einem weiteren Capital Angriff konnte der Puck erobert werden. Unser Keeper eilte aus dem Tor und mit 6 gegen 5 wurde nochmals der Lucky Punch gesucht.

Unser Capitano Marti Philip schlenzte den Puck an Freund und Feind vorbei in Richtung Tor. Und siehe da das Netz wackelte und der Arm des Schiedsrichters zeigte aufs Tor.

Nun brachen sämtliche emotionalen Dämme. Ein Freudentrubel bildete sich in der Mitte des Spielfeldes.

Doch Achtung es waren ja immer noch 10 Sekunden auf der Matchuhr. Die Ice Tigers stemmten sich beim Anspiel (nun wieder mit Torhüter) vehement gegen den sogleich folgenden Angriff und tatsächlich zerrann die restliche Zeit ohne weiteres Tor. Die Ice Tigers konnten einen somit einen Sieg und den damit verbundenen 2. Gruppenrang erringen.

 

Ich möchte hier erwähnen, dass es sich um ein zwar hart umkämpftes, jedoch sehr fair geführtes Spiel gehandelt hat. Es war wirklich ein Spiel auf hohem Niveau. Ein gegenseitiger gewaltiger Abnützungskampf und ein Ende welches nicht mal von einem Regisseur aus Hollywood so hatte geplant werden können.

 

Müde machten sich die beiden Kontrahenten von dannen. Bereits am nächsten Sonntag werden wir uns beim Playoff Halbfinal wieder sehen. Ich bin mir sicher. Die Capitals wollen sich in diesem Spiel für diese Niederlage revanchieren. Ein Besuch dieses Spieles wird sich also für Euch auf jeden Fall lohnen...

27.02.2017, SoSt


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